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postheadericon Äthiopischer Frühmensch hatte Kopfläuse

Äthiopien gilt als die Wiege des Homo sapiens. Durch radioaktive Untersuchungen fossiler Fundstücke konnte man feststellen, dass die ersten Menschen bereits vor 195.000 Jahren in diesem Land lebten. Außerdem bekräftigten andere Studien, dass wir Menschen ursprünglich aus Afrika stammen (weitere Informationen finden Sie beim Wissenschaftsmagazin Nature). Durch die Analyse der fossilen Fundstücke konnte man noch weitere Informationen in Erfahrung bringen, zum Beispiel, dass diese Frühmenschen Kopfläuse hatten!

Bereits im Jahre 1967 untersuchte man zwei gefundene Menschenfossile (Omo 1 und Omo 2), doch waren die damaligen Messmethoden noch nicht so ausgereift, wie es die heutigen Methoden sind. Weitere Fundstücke konnten bei einem erneuten Äthiopienbesuch geborgen werden, da man durch die radioaktiven Messungen das Alter der Felsen, in denen man die Fundstücke fand, bestimmen konnte. Dieses beträgt etwa 196.000 Jahre. Durch eine weitere Untersuchung (nämlich der von Sentimentalablagerungen) konnte man herausfinden, dass die Felsen älter als die Fundstücke sein müssten.

Aufgrund des Alters der geborgenen Fossilien ist anzunehmen, dass sie Frühmenschen aus Afrika kamen, bevor sie sich schließlich auch auf andere Kontinente ausbreiteten. Ein Forscher der National History Museums in London hält dies auch für wahrscheinlich, geht jedoch noch einen Schritt weiter, indem er auch Südafrika als Heimat der Frühmenschen mit ins Gespräch bringt. Doch was sagen uns die Fossilien, die wir gefunden haben noch? Was erzählen Sie über die Frühmenschen und deren Lebensweise?

Nun, nicht unbedingt Erfreuliches, so fand man beispielsweise heraus, dass die Frühmenschen uns die Kopfläuse hinterließen. Es gibt tatsächlich Lausarten aus dieser Zeit, die bis zum heutigen Zeitpunkt überlebt haben. Verbreitet wurden Sie, als die Frühmenschen auf andere Kontinente auswanderten, z.B. nach Asien. Dort vermehrten sich die Kopfläuse, weil sie unter anderem beim Geschlechtsverkehr, bei Kämpfen oder auch beim Kannibalismus übertragen wurden. Bestätigen kann dies die Tatsache, dass die Forscher zweierlei Arten der Läuse gefunden hatten, wovon eine weltweit verbreitet war, die andere hingegen nur auf dem Doppelkontinent Amerika.

postheadericon Gesundheitssystem in Äthiopien

Die medizinische Versorgung in Äthiopien ist nach wie vor als unzureichend zu bewerten. Zwar wurde in den 90er Jahren eine Grundstrukturierung vorgenommen, jedoch gibt es regional große Unterschiede.

Manchmal ergeben sich bereits von einer Gemeinde zur nächsten, grundsätzlich andere Bedingungen und Systeme bezüglich der Versorgung oder auch der Abrechnung.

Eine allgemeine Krankenversicherung gibt es in Äthiopien bislang nicht. Allerdings können besonders arme Menschen in ihrer Heimatgemeinde eine Bescheinigung beantragen, damit sie eine kostenlose medizinische Versorgung erhalten. In der Praxis steht diese einem Großteil der Bevölkerung zu, da in Äthiopien der Anteil armer Menschen noch immer besonders hoch ist.

Anders als in Deutschland, in dem eine gesetzliche Krankenversicherung (oder auch private) für alle Pflicht ist, ist diese in Äthiopien nur für ca. 11.000 Regierungsangestellte verfügbar. Daneben gibt es in Äthiopien auch mindestens 7 private Gesundheitsversicherungen. Hinzu kommen dann die – zumeist zeitlich begrenzten – Projekte im Gesundheitsbereich, die von ausländischen Organisationen unterhalten werden.

Dennoch hatten etwa die Hälfte der Äthiopier, laut Regierungsangaben (aus dem Jahr 2006), Probleme beim Zugang zu Gesundheitseinrichtungen. Landesweit fehlen ausgereifte technische Möglichkeiten, es fehlt an gut ausgebildeten Ärzten, sowie an Medikamenten.

Die grundsätzliche Verfügbarkeit von Medikamenten und Sanitätsartikeln hat sich zwar in den letzten Jahren verbessert, doch aufgrund von Import und schlechter Organisation ist die angemessene Verteilung dieser nicht immer gewährleistet.

Staatliche und private Gesundheitseinrichtungen

Laut WHO (World Health Organisation) im Mai 2005 gibt es in Äthiopien 126 Hospitäler, 519 Gesundheitszentren, 1797 Gesundheitsstationen, 2899 Gesundheitsposten, sowie 1299 private Kliniken. Diese Zahlen beziehen sich auf das Land Äthiopien mit 73 Mio. Einwohnern. Weiterhin unterhält einen Großteil dieser Einrichtungen die äthiopische Regierung.

In Äthiopien sind die Hospitalbetten sehr knapp, was zu langen Wartezeiten führen kann. Weltweit gesehen, hat Äthiopien weiterhin die niedrigsten Raten an Hospitalbetten überhaupt.

Auch die Qualität der Pflege in Kliniken und sonstigen Gesundheitseinrichtungen variiert sehr stark – je nach Ausbildungsstand der dort Beschäftigten.

In einem Großteil der ländlichen Gebiete gibt es offensichtlich bis heute keinerlei Gesundheitseinrichtungen. Auch die Versorgung mit Medikamenten und sonstigem medizinischen Material ist nicht gegeben. Kranke Menschen müssen weite, beschwerliche Reisen auf sich nehmen, um sich in eine Klinik oder ein Gesundheitszentrum zu begeben – und dort kommt eine lange Wartezeit hinzu, da diese ohnehin schon stark überlastet sind.

Der Gesundheitszustand in der Bevölkerung

Im Vergleich zu anderen Ländern mit einer hohen Armutsrate ist der Gesundheitszustand der Bevölkerung in Äthiopien sehr schlecht.  Beginnend mit einer schlechten Trinkwasserversorgung sind die Möglichkeiten der Hygiene im Ernährungsbereich als äußerst schwierig einzuschätzen.

Dies hat unter anderem Krankheiten wie Infektionen mit Hepatitis A, Typhus, Ruhr, Lambliasis, sowie Wurmerkrankungen zur Folge. Auch HIV/AIDS, Malaria und Tuberkulose sind in Äthiopien sehr häufige Erkrankungen. Eine Behandlung von spezifischen Krankheiten (z.B. Herzerkrankungen und Krebs) sind nicht, oder nur auf einfachstem Niveau möglich.

postheadericon Elektroauto aus Äthiopien

Äthiopien ist nicht unbedingt bekannt für seine Bemühungen im Umweltschutz – zu klein ist die Wirtschaft, zu groß die humanitären Probleme im Land. Umso erstaunlicher klingt die Meldung, dass in der Hauptstadt Addis Abeba ein Elektroauto gebaut wird, das nicht nur in Äthiopien, sondern in aller Welt verkauft werden soll.
Dem Trend der sparsamen Autos mit alternativen Antrieben folgend, ist es ein italienisch-chinesischer Zusammenschluß, dem die Produktion des “Solaris Elettra” obliegt.

Der Elektroantrieb
Das Prinzip des Solaris Elettra unterscheidet sich nicht groß von den meisten anderen Elektroautos. Die Energiegewinnung erfolgt durch zwei Batterien, die per Ladestation aufgeladen werden können. Ein Kraftstofftank wird genausowenig benötigt wie ein Anlasser, ein Generator, eine Lichtmaschine oder ein Getriebe, denn Elektroautos fahren grundsätzlich stufenlos. Daraus folgen Vorteile hinsichtlich des benötigten Platzes und Gewichts, auch wenn das hohe Gewicht der Batterien das Fehlen der anderen Teile relativiert.

Der Solaris Elettra

Schon beim ersten Blick auf die Bilder des Solaris Elettra wird klar, dass er kein Auto für die Großfamilie wird. Doch das soll er auch gar nicht sein. Denn mit seiner kurzen Länge gehen auch die Vorteile einher; wenig Länge bedeutet weniger Gewicht und überdies auch hohe Alltagstauglichkeit, vor allem in verkehrsstarken Gebieten. Die Batterien des Solaris Elettra reichen für bis zu 130 Kilometer Fahrt. Diese für Elektroautos übliche Maximaldistanz macht den Elettra natürlich vor allem zum Stadtauto. Die Teile für das kurze Stadtfahrzeug kommen aus Fernost und werden schließlich in Addis Abeba zum großen Ganzen zusammengefügt. Geplant ist eine Produktionsrate von zunächst sechs Autos pro Woche, die nach Fertigstellung aller Fertigungsanlagen auf rund 60 Autos pro Woche aufgestockt werden soll. Der Solaris Elettra wird in zwei Versionen gebaut, die sich bezüglich der Batterie-Kapazität und damit in der Reichweite unterscheiden. Die Preise für das verbrauchsarme Vergnügen sollen bei 12.000 und 15.000 Dollar liegen. Damit ist klar, dass der Erfolg des Elettra in Europa nicht zuletzt auch vom Dollar-Kurs abhängen wird. Natürlich liegt der Hauptgrund für den Kauf des Solaris nur sekundär beim Umweltschutz an sich – viel eher sind es die Kosten, die elektrobetriebene Fahrzeuge so attraktiv machen, ganz besonders in einem Land ohne eigene Erdölvorkommen wie Äthiopien. Aber so abwegig ist die Idee des Elektroautos grundsätzlich nicht. Wer hätte gedacht, dass es auch in Deutschland Ambitionen und eine Lobby gibt, die eine Entwicklung des Elektroautos wünschen und forcieren. Bereits heute gibt es Gebiete (zahlreiche Innenstädte), in denen abgaslastige Fahrezeuge nicht mehr zugelassen werden und wer seinen Urlaub in einer Ferienwohnung auf Rügen verbringt, der kann sich auf komplett freie Areale freuen in denne KFZ mit Verbrennungsmotoren verboten sind.

Um den Solaris Elettra auch der breiten Bevölkerung des ostafrikanischen Landes zugänglich machen zu können, ist sogar von speziellen Kreditmodellen die Rede, mithilfe derer die Autos finanziert werden können. Die Umwelt wird es in jedem Fall danken, besonders in einem Land, in dem nicht einmal Rußpartikelfilter verbreitet sind.