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postheadericon Seychellen oder Äthiopien?

Die Frage, ob es dieses Jahr im Urlaub auf die Seychellen oder nach Äthiopien gehen soll, könnte kontrastreicher nicht sein. Auf der einen Seite hat man die wunderschönen Seychellen, die hauptsächlich Touristen und Urlauber beheimaten und auf denen sich eine Hotelanlage an die andere reiht. Man findet glasklares Wasser und weiße Sandstrände vor- ein Traum jedes Urlaubers.

Äthiopien hingegen kann mit dem Luxus, den man auf den Seychellen Reisen hätte, eher nicht mithalten. Das Land ist immer noch weitgehend ein Entwicklungsland und die Lebensbedingungen sind teilweise erschreckend. Sowohl medizinische Versorgung als auch Hygiene sind nach wie vor unzureichend. Obwohl bereits ein hohes Maß an Entwicklungshilfe das Land voran gebracht hat, gibt es eine Reihe voll Taten, die vollbracht werden müssten, um den Menschen dort ein angenehmeres Leben zu schenken.

Trotz allem kann kein allgemeiner Ratschlag gegeben werden, ob nun eine Seychellen Reise oder eine Reise nach Äthiopien empfehlenswerter ist. Die Ziele sind unterschiedlicher, wie sie nicht hätten sein können. Aus diesem Grund kann man nur sagen, dass, egal wo es einen hin verschlägt, bestimmt durchaus erfahrungsreich wird.

Natürlich hat man auf den Seychellen einen entspannten Traumurlaub und kann einmal so richtig im Luxushotel relaxen. Auf der anderen Seite sammelt man in Äthiopien wertvolle Erfahrungen, die einem wahrscheinlich das ganze Leben lang begleiten werden. Entwicklungsländer sind zum einen in der Regel erschreckend, zum anderen aber durchaus beeindruckend.

Erschreckend sind sie in dem Sinne, dass es für uns Deutsche unfassbar ist, unter welch schlechten Lebensbedingungen die Menschen dort leben. Auf der anderen Seite ist es umso beeindruckender, wie die Einheimischen damit umgehen und welche Lebensfreude sie einem trotz ihrer Armut entgegenbringen können. Einen Besuch sind auf jeden Fall beide Ziele wert.

postheadericon Äthiopischer Frühmensch hatte Kopfläuse

Äthiopien gilt als die Wiege des Homo sapiens. Durch radioaktive Untersuchungen fossiler Fundstücke konnte man feststellen, dass die ersten Menschen bereits vor 195.000 Jahren in diesem Land lebten. Außerdem bekräftigten andere Studien, dass wir Menschen ursprünglich aus Afrika stammen (weitere Informationen finden Sie beim Wissenschaftsmagazin Nature). Durch die Analyse der fossilen Fundstücke konnte man noch weitere Informationen in Erfahrung bringen, zum Beispiel, dass diese Frühmenschen Kopfläuse hatten!

Bereits im Jahre 1967 untersuchte man zwei gefundene Menschenfossile (Omo 1 und Omo 2), doch waren die damaligen Messmethoden noch nicht so ausgereift, wie es die heutigen Methoden sind. Weitere Fundstücke konnten bei einem erneuten Äthiopienbesuch geborgen werden, da man durch die radioaktiven Messungen das Alter der Felsen, in denen man die Fundstücke fand, bestimmen konnte. Dieses beträgt etwa 196.000 Jahre. Durch eine weitere Untersuchung (nämlich der von Sentimentalablagerungen) konnte man herausfinden, dass die Felsen älter als die Fundstücke sein müssten.

Aufgrund des Alters der geborgenen Fossilien ist anzunehmen, dass sie Frühmenschen aus Afrika kamen, bevor sie sich schließlich auch auf andere Kontinente ausbreiteten. Ein Forscher der National History Museums in London hält dies auch für wahrscheinlich, geht jedoch noch einen Schritt weiter, indem er auch Südafrika als Heimat der Frühmenschen mit ins Gespräch bringt. Doch was sagen uns die Fossilien, die wir gefunden haben noch? Was erzählen Sie über die Frühmenschen und deren Lebensweise?

Nun, nicht unbedingt Erfreuliches, so fand man beispielsweise heraus, dass die Frühmenschen uns die Kopfläuse hinterließen. Es gibt tatsächlich Lausarten aus dieser Zeit, die bis zum heutigen Zeitpunkt überlebt haben. Verbreitet wurden Sie, als die Frühmenschen auf andere Kontinente auswanderten, z.B. nach Asien. Dort vermehrten sich die Kopfläuse, weil sie unter anderem beim Geschlechtsverkehr, bei Kämpfen oder auch beim Kannibalismus übertragen wurden. Bestätigen kann dies die Tatsache, dass die Forscher zweierlei Arten der Läuse gefunden hatten, wovon eine weltweit verbreitet war, die andere hingegen nur auf dem Doppelkontinent Amerika.