postheadericon Äthiopien’s Infrastruktur

Noch immer ist die Verkehrsinfrastruktur des Landes mit der Note „ungenügend“ zu bewerten. Durch das Land ziehen sich überwiegend Straßen, die unbefestigt sind (von den insgesamt etwa 26000 Kilometern sind nur 3656km befestigt!). Hinzu kommt, dass die Landschaft recht zerklüftet ist. Es ist jedoch zu erwähnen, dass sich bereits etwas tut: Derzeit wird in weitere Straßen investiert, wie zum Beispiel in die West-Ost-Verbindung zwischen dem Tana-See und Weldiya.

Was die Eisenbahn betrifft, sieht es noch schlechter aus: Es gibt eine einzige Eisenbahnlinie (diese ist meterspurig), die Addis Abeba mit Dschibuti verbindet. Diese Strecke beträgt 681 Kilometer. Der Zustand dieser Bahnstrecke ist schlecht, weswegen die europäische Kommission im Jahre 2003 auch einen Kredit verabschiedet hat, der sie wieder instand stellen sollte. Dieser Kredit war auf 40Millionen Euro ausgelegt, im Jahre 2006 erhöhte man die Summe auf 50 Millionen Euro aufgrund der steigenden Preise für Stahl und Treibstoffe.

Durch diese schlechten Voraussetzungen, was Eisenbahn und Straßenverkehrsnetze angeht, ist der ländliche Binnenhandel natürlich sehr eingeschränkt. Wenn es regnet, verschlimmert sich die Situation, da die Transportwege durch die wenige Asphaltierung nicht passierbar sind. Dieses Problem trifft die Menschen hart, denn diese sind teilweise mehrere Wochen von den Märkten sowie der medizinischen Versorgung abgeschnitten.

Ein weiteres Problem ist die Stromversorgung. Nicht viele Haushalte können in Äthiopien über regelmäßigen Strom verfügen. Die Elektrifizierung vollzieht sich nur in sehr kleinen Schritten. Mittlerweile wird bei der Gewinnung von Strom mehr auf Wasserkraft gesetzt. Anders ist es mit dem Telekommunikationsnetz. Dieses ist momentan gut ausgebaut. Internetcafés zählen nun auch zu den Standards, doch das Internet ist langsam und man benötigt recht viel Geduld.

Doch allein die Tatsache, dass Möglichkeiten zur Kommunikation vorhanden sind, bedeutet nicht, dass man diese nutzen kann: Die Preise für Telefongespräche (vor allem auch für Anrufe in das Ausland) sind recht hoch, nicht jeder Einwohner kann sich dies also leisten.